Günstige Fahrräder – Schnäppchen oder an der falschen Ecke gespart?

Gerade unter den Hobbyradlern sowie den Radsportlern wird meist mit gerümpfter Nase auf die Sonderangebote aus den Supermärkten geschaut. Gutes Rad ist teuer, so der Konsens. Das ist auch grundsätzlich nicht falsch. Ein vergleichsweise gutes Fahrrad kostet gutes Geld. Und das Fahrrad für reduzierte 129,- € aus dem Supermarkt ist kein Vergleich zum 800,- € Fahrrad vom spezialisierten Einzelhändler. Das heißt allerdings nicht, dass man für weniger Geld nicht durchaus brauchbare Fahrräder finden kann. Überdies: Auch ein günstiges Fahrrad kann viele Jahre seinen Dienst tun, wenn man es nicht vernachlässigt und Verschleißteile zur rechten Zeit ersetzt.

Wann lohnt sich ein günstiges Fahrrad?

Wer knapp bei Kasse ist und schnell einen Drahtesel braucht, greift zu günstigen Fahrrädern. Mehr ist dazu nicht zu sagen ….. möchte man meinen. Doch gibt es noch viele weitere Gesichtspunkte, unter denen ein günstiges Fahrrad eine gute Alternative ist. Wer zum Beispiel in einer Stadt lebt, in der allgemein sehr viel mit dem Fahrrad gefahren wird, der lebt auch in einer Stadt, in der viele Raddiebe unterwegs sind. Münster gilt als eine der am meisten radbegeisterten Städte Deutschlands. Laut einer Allianz Studie aus dem Jahre 2010 sind auch Raddiebe von Münster begeistert. Nur in Bremen wurden noch häufiger Schadensfälle durch Raddiebstahl angezeigt! Wer also in einer ausgewiesenen Fahrradstadt lebt, der bewegt sich zumeist in den Jagdgründen von Raddieben. Und die wissen teure Markenräder von Sonderangeboten zu unterscheiden. Schließlich soll das Diebesgut profitabel weiterverkauft werden. Wer in einer solchen Stadt wohnt und das Fahrrad in den Alltag einbindet, es folglich auch einmal abgeschlossen am Bahnhof oder vor der Kneipe stehen lässt, der ist mit einem billigen Fahrrad besser dran. Ein solches Fahrrad mit einem mittelpreisigen Radschloss versehen und kaum ein Langfinger wird ein Interesse daran haben, da es Mühe und Risiko schlicht nicht wert ist.

Ein weiteres Argument für ein günstiges Rad liegt dann vor, wenn man es nur gelegentlich nutzt. Was will man hunderte oder gar über tausend Euro ausgeben, wenn man das Fahrrad im Zweifelsfall eher stehen lässt und es nur selten nutzt? Ein anderer (oft unterschätzter) Indikator für die Frage günstig versus gut ist, inwiefern man überhaupt das Wissen und die Bereitschaft mitbringt, seinen Drahtesel zu warten. Wer sein Fahrrad nicht pflegt und instandhält, es öfters mal draußen überwintern oder im Regen stehen lässt, der schmeißt gutes Geld zum Fenster raus, wenn er sich ein teures Rad gönnt. Der Archetyp dafür ist der Hobbysportler, der das Rad nur als Mittel zum  Zweck sieht. Da wird dann ein teures Rennrad gekauft, es wird kräftig getreten, doch zwischen den Fahrten, weiß man nichts mit dem Rad anzufangen. Hoher Verschleiß bei nicht vorhandener Wartung. Ergebnis: Geldverschwendung!

Wo findet man günstige Fahrräder?

Wenn man das bisher Genannte beherzigt, wird man einsehen, dass man auch für kleines Geld zu einem für die eigenen Bedürfnisse guten Rad kommt. Sonderangebote von Großhändlern oder Supermärkten halten eine Auswahl bereit. Und oftmals kann man die Räder der Vorsaison erheblich günstiger erwerben. Ebenso lohnt es sich mal reinzuschauen, wenn Anbieter von Leihrädern oder Radreisen ihren Fuhrpark erneuern. Häufig werden die Räder dann sehr günstig weiterverkauft. Zwar sind solche Räder ohne Garantie, doch meistens hervorragend gewartet und inspiziert. Von Gebrauchträdern aus privater Hand sollte man eher absehen. Meist sind diese nicht viel billiger als diverse Sonderangebote für Neuräder und außerdem weiß man nie, ob man nicht Diebesgut kauft. Unschlagbar günstige Fahrräder finden Sie natürlich auch bei uns.